Reflux- und Magenchirurgie | Dr. Michael Rogy 1020 Wien
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Refluxchirurgie

Kommt es zum Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre, so spricht man von Reflux bzw. von einer gastro-ösophagealen Refluxkrankheit.

Diese kann sich in Beschwerden wie Sodbrennen, Aufstoßen, brennende Schmerzen hinter dem Brustbein, Schluckstörungen, saurem oder bitteren Geschmack im Rachen- oder Mundraum, Heiserkeit und Husten äußern. Die wichtigste Untersuchung zur Diagnosestellung von Reflux ist die Magenspiegelung (Gastroskopie ). In den meisten Fällen führt eine medikamentöse Therapie sowie eine Änderung des Lebensstils zu einer deutlichen Verbesserung der Reflux-Symptomatik. Zeigt sich jedoch in der Magenspiegelung, dass die Ursache der Refluxkrankheit das Vorliegen einer Hiatushernie (Zwerchfellbruch) ist, hilft langfristig meist nur ein operativer Eingriff um die Refluxbeschwerden in den Griff zu bekommen.

Normalerweise tritt der unterste Teil der Speiseröhre durch das Zwerchfell (Diaphragma) in den Bauchraum. Direkt unterhalb des Zwerchfells mündet die Speiseröhre in den Magen. An diesem Übergang liegt ein Schließmuskel (unterer Ösophagussphinkter), der den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre verhindert. Die Muskelspannung des Zwerchfells unterstützt diesen Verschlussmechanismus. Im Fall der häufigsten Hiatushernie, der sogenannten Gleithernie, tritt nun der oberste Anteil des Magens durch das Zwerchfell nach oben in den Brustraum. In dieser krankhaften Situation kann der untere Verschluss der Speiseröhre nicht mehr durch das Zwerchfell unterstützt werden und es kommt zum Reflux.

Im Rahmen einer Fundoplicatio Operation wird der Zwerchfellbruch verschlossen und der obere Teil des Magens (Fundus) wie eine Manschette locker um den unteren Schließmuskel der Speiseröhre gelegt und durch eine Naht fixiert. Ziel ist die zusätzliche Unterstützung des Schließmuskels durch den entstehenden Druck der Manschette, wenn der Magen nach Nahrungsaufnahme gefüllt ist. Somit wird der Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre unterbunden.

Eine Fundoplicatio Operation kann fast immer laparoskopisch minimal invasiv durchgeführt werden. Bei komplikationslosem Verlauf könnendie Patienten nach 3 bis 4 Tagen nach der Operation das Spital wieder verlassen. In etwas 90 bis 95% der Patienten sind nach der Operation dauerhaft beschwerdefrei.

Körperliche Belastung bzw. sportliche Aktivitäten sollten während der ersten 4 Wochen nach komplikationsloser Operation vermieden werden. Je nach beruflicher Tätigkeit ist mit einem Krankenstand von ca. 2 Wochen zu rechnen.