Hernienchirurgie | Dr. Michael Rogy 1020 Wien
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Hernienchirurgie

Kommt es aufgrund einer Schwäche oder eine Lücke in der Bauchdecke zu einer sackartigen Vorwölbung von Organen der Bauchhöhle oder zu Schmerzen in diesem Bereich, so spricht man von einem Bauchwandbruch (Hernie).

Je nach Lokalisation handelt es sich dann um einen Leistenbruch (Hernia inguinalis), einen Nabelbruch (Hernia umbilicalis) oder einen Narbenbruch (Hernia incisionalis – im Bereich von Operationsnarben).

Bleibt ein Bruch der Bauchdecke unbehandelt, so vergrößert er sich in der Regel mit der Zeit.

In manchen Fällen kann es zu einer Einklemmung eines Darmabschnittes kommen (inkarzerierte Hernie). Dieser oft lebensbedrohliche Zustand kann nur mittels Notoperation und unter Umständen der Entfernung des betroffenen Darmabschnitts behoben werden.

Die einzige sinnvolle und langfristig erfolgversprechende Therapie einer Hernie ist daher die Operation. Dabei  wird der Inhalt des Bruchsacks (zumeist ein Darmabschnitt) wieder in die Bauchhöhle zurückverlagert und die Lücke in der Bauchdecke (zumeist mittels Einbringung eines Kunststoffnetzes) verschlossen.

Operationstechniken (bei Leistenbruch)

Operation nach Liechtenstein

Dabei wird die Hernie durch Implantation eines Kunststoffnetzes in spannungsfreier Nahttechnik versorgt. Diese Operation kann auch nur in Lokalanästhesie plus Sedierung (ohne Vollnarkose)  durchgeführt werden.

Laparoskopische Hernienoperation (TAPP)

Die Kunststoffnetzimplantation erfolgt mittels minimalinvasivem Zugang durch die Bauchhöhle („Knopflochirurgie“). Diese Operation erfolgt immer in Vollnarkose und wird vor allem bei beidseitigen Brüchen und wieder aufgetretenen Hernien angewendet. Sie ist auch die Methode der Wahl bei stark übergewichtigen Patienten sowie Patienten mit schlechter Wundheilung.

Operation nach Shouldice

Der Verschluss der Bruchpforte erfolgt mittels körpereigenem Gewebe, wenn Gründe vorliegen, die den Einsatz von Fremdmaterial unmöglich machen.