Gallensteine | Dr. Michael Rogy 1020 Wien
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Gallenblase

Etwa jede 5. Frau und jeder 10. Mann über 40 Jahre hat Gallensteine. Gallensteine können mittels Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Anfangs verursachen Gallensteine oft keine Beschwerden, sie können jedoch immer wieder zu krampfartigen Schmerzen im Oberbauch, zu sogenannten Gallenkoliken führen.

Eine operative Entfernung der Gallenblase (Cholecystektomie) kann bereits ab diesem Zeitpunkt angedacht werden. Spätestens ab dem Vorliegen einer Entzündung sollte die Gallenblase jedoch definitiv entfernt werden.

Ein zu langes Zuwarten bis zur Operation kann zur Folge haben, dass Gallensteine auch in den Hauptgallengang wandern und damit den Abfluss der Gallenflüssigkeit blockieren. Dies führt neben massiven Schmerzen zu einer Leberschädigung mit Gelbsucht. Noch komplikationsreicher wird die Situation, wenn Gallensteine auch die gemeinsame Mündung mit dem Gang der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm verlegen und so zusätzlich eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse bewirken.

Die Operation kann bei den meisten Patienten laparoskopisch minimal invasiv durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die Entfernung der Gallenblase über mehrere kleine 5 bis 12 mm große Hautschnitte, über die eine Kamera und mehrere Instrumente eingeführt werden, erfolgt. Nach komplikationsloser, laparoskopischer Entfernung der Gallenblase können die Patienten meist 3 bis 4 Tage nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen.

Es ist keine spezielle Diät nach der Operation erforderlich. Die Leber ist auch ohne Gallenblase, die als Reservoir diente, in der Lage ausreichend Gallenflüssigkeit zur Fettverdauung zu produzieren.

Körperliche Belastung bzw. sportliche Aktivitäten sollten während der ersten 2 – 3 Wochen nach komplikationsloser Operation etwas eingeschränkt werden. Je nach beruflicher Tätigkeit ist mit einem Krankenstand von ein bis drei Wochen zu rechnen.