Darmkrebsvorsorge | Dr. Michael Rogy 1020 Wien
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DARMKREBS

Was ist Darmkrebs?

Unter Darmkrebs versteht man meistens bösartige Veränderungen im Dickdarm (Kolonkarzinom) und im Mastdarm (Rektumkarzinom).

Man weiß heute, dass das Risiko an Darmkrebs zu erkranken ab dem 50. Lebensjahr rapid ansteigt. Da Kolonkarzinome im Frühstadium oft keine Beschwerden verursachen, ist es daher umso wichtiger, ab diesem Alter regelmäßig zur Vorsorgekoloskopie (Link) zu gehen.

Das Auftreten von Änderungen der Stuhlgewohnheiten (Durchfälle, Verstopfung) sowie Blutbeimengungen am Stuhl können erste Anzeichen von Darmkrebs sein.

Mittels Koloskopie (Link) entnommene Gewebeproben (Biopsien) dienen der genauen Charakterisierung des Tumors (Staging).

In den meisten Fällen von Darmkrebs ist die Operation des Darmtumors ein wichtiger Schritt zur Behandlung. Ob neben der Operation noch andere Therapien, beispielsweise eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung, nötig sind, hängt vom vorliegenden Krankheitsstadium ab.

Tumorchirurgische Eingriffe am Dickdarm werden heute in der Regel laparoskopisch minimal invasiv durchgeführt. Das bedeutet für den Patienten raschere Mobilisation nach der Operation, weniger Wundinfektionen, weniger Schmerzen sowie geringere Verwachsungen.

Dabei wird im Rahmen der radikalen Tumor Operation das vom Tumor befallene Darmstück mit großem Sicherheitsabstand samt dazugehörigen Lymphknoten, Lymph- und Blutgefäßen entfernt.

Vielen Patienten bereitet die Vorstellung einen, wenn auch nur vorübergehenden, künstlichen Darmausgang (Stoma) zu erhalten, neben der Krebsdiagnose selbst große Angst.

Prinzipiell können heute die meisten Operationen von Kolonkarzinomen sowie auch Rektumkarzinomen im oberen/mittleren Rektumdrittel ohne vorübergehenden künstlichen Darmausgang durchgeführt werden. Eine kompliziertere Ausgangslage, wie z.B. eine gleichzeitige Bauchfellentzündung (Peritonitis) oder ein Tumor, der bereits die Darmwand durchbricht, können jedoch ein zeitlich begrenztes Stoma erforderlich machen.

Ein wenig anders sieht die Situation bei Rektumkarzinomen im unteren Rektumdrittel, also in unmittelbarer Nähe zum Analkanal, aus. Primäres Ziel der Operation ist neben der sicheren Tumorentfernung den Erhalt des Schließmuskels zu gewährleisten, um eine anale Inkontinenz zu verhindern.

Dazu kann eine sehr tiefe, nahe am After gelegene Nahtverbindung notwendig sein. In diesen Fällen wird fast immer vorübergehend ein künstlichen Darmausgang angelegt. Auf diese Weise soll der im Operationsgebiet liegende Darm mit der frischen Naht entlastet werden, um in Ruhe abheilen zu können.